Autorin: Kathrin Behrens, 21.11.2019 

Bis zum 21. Februar 2020 zeigt Sprungbrett in ihrer ersten Ausstellung vor allem Kunstwerke von folgenden Künstlern aus der Region: 

Alvar Beyer  Der 1970 in Weimar geborene Künstler studierte bei Professor Arno Rink und Neo Rauch Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo er später als Meisterschüler tätig war. Ein Auslandssemester an der École des Beaux Arts de Lyon sowie Stipendien der Pollock-Krasner Foundation New York, des Else-Heiliger-Fonds der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in Berlin sowie der Stiftung Kunstdepot Göschenen in der Schweiz flankieren seinen Lebenslauf ebenso wie zahlreiche Ausstellungen und Realisationen von Skulpturen im öffentlichen Raum. Werke des Künstlers sind in öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Alvar Beyers Bilder zeigen abstrakte Ansichten von Natur- und Architekturlandschaften, die bewusst auf erzählerische Dramatik verzichten. Sie öffnen Räume der Stille und Weite, die das Gefühl für die Zeit scheinbar vergessen lassen.
Siehe auch: http://www.alvarbeyer.de

Andreas Hildebrandt  Der in Potsdam lebende Künstler wurde 1973 in Dresden geboren. Nachdem er zunächst ein Studium der Landschaftsarchitektur an der TU Dresden absolvierte, ergänzte er seine Ausbildung mit einem Studium der Malerei/Grafik an der HfBK Dresden in der Fachklasse von Professor Ralf Kerbach, wo er im Anschluss als Meisterschüler und später als Lehrbeauftragter arbeitete. 2007 erhielt er den Marion-Ermer-Preis, kurz später ein Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie den Brandenburgischer Kunstförderpreis des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Brandenburg. Andreas Hildebrandt stellte seine Malerei und Papierarbeiten zudem in zahlreichen Ausstellungen aus. Die Malerei von Andreas Hildebrandt resultiert aus der visuellen und intellektuellen Faszination an Texturen, Rastern, Strukturen, Mustern, an Symbolik, Geometrie, Ornamentik – Erscheinungen der sichtbaren Welt, in denen sich die vielfältigen Transformationsprozesse in Natur und Kultur sowie untereinander spiegeln. Formen, Figuren, Gegenstände und Elemente, die einfach erscheinen und zugleich Bausteine komplexer Form- und Sinnzusammenhänge sein können, erhalten in Hildebrandts Bildern den Rang von eigenständigen Motiven.  Siehe auch: http://andreas-hildebrandt.de

Jakob Limmer  Jakob Limmer gehört zu den jüngsten Talenten bei Sprungbrett. Der 1988 in Bamberg geborene Künstler und graduierte Sounddesigner studiert derzeit im 11. Semester an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der Klasse für Installation und Raum. Seine Praxis beruht auf materieller und formaler Transformation von Alltäglichem, was seinen Ausdruck in Skulpturen, Installationen und Wandobjekten findet.

Ahmed Ramadan  Ahmed Ramadan wurde 1988 in Tartous/Syrien geboren, er lebt und arbeitet in Berlin. Nach einer kurzen Inhaftierung und aufgrund der politischen Situation brach er sein Studium an der Universität der Künste in Damaskus ab und musste Syrien verlassen. In Deutschland griff er seine Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin (UdK) wieder auf und schloss im Sommer 2019 die Meisterklasse bei Prof. Lucander ab. Die Werke von Ahmed Ramadan zeugen von einer existentiellen Auseinandersetzung mit einer gesellschaftlichen Realität, in der humane Verantwortlichkeit zunehmend schwindet. Biografische Bedingtheiten und aktuelle Alltagserfahrungen sind seine Motive, die er, poetisch und tiefgründig, empathisch ins Werk setzt.
Siehe auch: https://www.ahmed-ramadan.de

Vinzenz Thuine  Der 1965 im norddeutschen Thuine geborene Künstler lebt und arbeitet in Berlin. Nach dreißig Jahren als Unternehmensberater und Finanzinvestor widmet sich der promovierte und weitgereiste Volkswirt nunmehr seinen langjährigen Leidenschaften der Kunst. Vinzenz Thuine arbeitet mit Öl, Tusche und Kamera und hat bereits in München und Berlin ausgestellt. Neben der bildnerischen Kunst schafft er literarische Texte und studiert Literaturwissenschaften und Philosophie.
Siehe auch: http://vinzenzthuine.com

Su Weiss
  Die in Potsdam lebende Künstlerin Su Weiss studierte nach einem Vordiplom in Architektur sowie Lehrtätigkeiten in Kunst und Religion an der Akademie für Malerei, Berlin. 2018 schloss sie mit einem Master of Arts, sowie Ernennung zur Meisterschülerin ab. Su Weiss Malerei bewegt sich zwischen den Polen Realität und Abstraktion und wird dabei zu einem eigenständigen dritten Pol. Ausgangspunkt sind Strukturen von Natur und Architektur. In intensiven Arbeitsprozessen verdichten sich durch Auflösung- und Konkretisierungsprozesse Bildkomposition und Farbwirkung. Die dadurch erzeugte magische Wirkung zieht den Betrachter gleichsam ins Bild und konfrontiert ihn mit dem erschaffenen Gefühlsraum.
Siehe auch: https://www.suweiss.com

Simone Westphal  Die 1971 in Trier geborene Simone Westphal lebt und arbeitet heute in Potsdam und Berlin. Bevor sie während Ihres Studiums der Freien Malerei an der HBK Saar bei Professor Bodo Baumgarten arbeitete, studierte sie in Köln Kunst auf Lehramt. Die freie Künstlerin verbrachte drei Jahre in den USA, wo sie Kunstprojekte u.a. am Westport Artscenter in Connecticut leitete und sich der Auseinandersetzung mit Filz- und Papiertechniken in New Mexiko widmete. Die „Kachina Dolls“ der Indianer, die als Vermittler zwischen den Menschen und der Welt der Geister dienen, inspirierten sie nachhaltig. Im Anklang daran entstanden ihre ersten Filzfiguren, mit denen sie berühmte verstorbene Persönlichkeiten wieder auferstehen lässt – so entstand der „Post Mortem Felted Club“, eine Filzfiguren-Gruppe bereits verstorbener Künstler, die sie vor dem Guggenheim Museum in New York inszenierte und fotografierte.
Siehe auch: https://simone-westphal.de 


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